Wer sich erstmals mit Geldanlage beschäftigt, stößt schnell auf ein Dickicht aus Fachbegriffen: ETF, Volatilität, Drawdown, Rebalancing, Thesaurierung. Was steckt dahinter? Und was hat das alles konkret mit Ihrer eigenen Anlage zu tun? Dieses Glossar räumt mit dem Fachjargon auf. Die wichtigsten Begriffe der Finanzwelt werden hier klar und verständlich erklärt, damit Sie als Anleger wissen, worüber Sie sprechen und was in Ihrem Depot wirklich passiert.
A bis D: Grundbegriffe der Geldanlage
Aktie: Eine Aktie ist ein Anteil an einem börsennotierten Unternehmen. Wer eine Aktie kauft, wird Miteigentümer und profitiert von Kurssteigerungen und möglichen Dividenden. Aktien gelten als renditestark, unterliegen aber auch stärkeren Kursschwankungen als andere Anlageformen.
Anleihe: Eine Anleihe ist eine Schuldverschreibung, mit der ein Staat oder Unternehmen Fremdkapital aufnimmt. In der Regel ist sie festverzinslich: Der Anleger erhält regelmäßige Zinszahlungen und am Ende der Laufzeit das eingesetzte Kapital zurück. Es gibt allerdings auch variabel verzinsliche Anleihen (sogenannte Floater) sowie Nullkupon-Anleihen, die keinen laufenden Zins zahlen, sondern mit einem Abschlag ausgegeben werden. Anleihen gelten im Vergleich zu Aktien als schwankungsärmer.
Antizyklisches Investieren: Hierbei handelt es sich um eine Anlagestrategie, bei der gezielt in Märkte, Branchen oder Werte investiert wird, die zuletzt stark an Wert verloren haben, aber fundamental vielversprechend sind. Ziel ist es, günstig einzukaufen, bevor eine Erholung einsetzt. SJB Invest verfolgt genau diesen Ansatz seit Gründung im Jahr 1989 und zählt damit zu den wenigen Vermögensverwaltungen, die dieses Prinzip konsequent und nachweisbar umsetzen.
Asset Allocation: Die Asset Allocation bezeichnet die Aufteilung eines Portfolios auf verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Immobilien oder Rohstoffe. Sie ist einer der entscheidendsten Faktoren für Rendite und Risiko eines Depots. Eine gut durchdachte Asset Allocation bildet das Fundament jeder professionellen Vermögensverwaltung.
Ausgabeaufschlag: Der Ausgabeaufschlag ist eine einmalige Gebühr beim Kauf eines Investmentfonds. Er wird auf den Ausgabepreis des Fonds aufgeschlagen und kann je nach Anbieter mehrere Prozentpunkte betragen. Bei SJB erhalten Anleger bis zu 100 % Rabatt auf den Ausgabeaufschlag beim Kauf von Fonds und ETFs, was die tatsächlichen Investitionskosten erheblich senkt.
Benchmark: Eine Benchmark ist ein Vergleichsindex, an dem die Performance eines Fonds oder Portfolios gemessen wird. Typische Benchmarks sind etwa der MSCI World oder der DAX. Liegt ein Fonds dauerhaft unter seiner Benchmark, stellt sich die Frage, ob aktives Management seinen Preis wert ist.
Depot: Das Depot ist das Konto, auf dem Wertpapiere wie Aktien, Fonds oder ETFs verwahrt werden. Ohne ein Depot können keine Wertpapiere gekauft oder verkauft werden. Bei SJB erfolgt die Depotführung über die FFB (FIL Fondsbank) als Depotpartner.
Diversifikation: Diversifikation bedeutet die Streuung von Kapital auf verschiedene Anlagen, Märkte oder Regionen, um das Risiko zu reduzieren. Der Grundsatz: Nicht alle Eier in einen Korb legen. Je breiter ein Portfolio aufgestellt ist, desto geringer ist der Einfluss eines einzelnen Verlustes auf das Gesamtdepot.
Dividende: Dividenden sind Gewinnausschüttungen eines Unternehmens an seine Aktionäre. Dividendenstarke Aktien oder Fonds sind besonders für Anleger interessant, die neben Kursgewinnen regelmäßige Erträge anstreben. Die SJB-Strategie Substanz legt ihren Fokus unter anderem auf Dividendentitel.
Drawdown / Maximaler Drawdown: Ein Drawdown bezeichnet jeden prozentualen Wertrückgang eines Portfolios oder Fonds, ausgehend von einem vorherigen Höchststand. Davon zu unterscheiden ist der maximale Drawdown (englisch: maximum drawdown, kurz MDD): Er misst den größtmöglichen Verlust vom höchsten zum tiefsten Punkt innerhalb eines festgelegten Betrachtungszeitraums und gilt als eine der wichtigsten Kennzahlen zur Einschätzung des Verlustrisikos. Ein maximaler Drawdown von 20 % bedeutet, dass das Depot in der betrachteten Periode zwischenzeitlich um bis zu 20 % gefallen ist, bevor es sich wieder erholte.
E bis I: ETF, ESG und mehr
ETF (Exchange Traded Fund): Ein ETF ist ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Index wie den MSCI World oder den DAX möglichst exakt nachbildet. ETFs sind in der Regel kostengünstig, transparent und flexibel handelbar. Was ETFs genau sind und wie sie funktionieren erläutert der SJB-Ratgeber im Detail.
ESG (Environmental, Social, Governance): ESG steht für Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung. ESG-konforme Investments berücksichtigen neben finanziellen Kriterien auch ethische, ökologische und soziale Gesichtspunkte. Nachhaltige ETFs und ESG-Fonds erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Die SJB-Strategie Nachhaltig ist mehrfach mit den PI-Stars ausgezeichnet worden.
Einlagensicherung: Die Einlagensicherung schützt Bankguthaben im Falle einer Bankeninsolvenz. In Deutschland und der EU sind Einlagen bis zu 100.000 Euro pro Anleger und Bank gesetzlich gesichert. Wichtig zu verstehen: Diese Sicherung gilt ausschließlich für Guthaben auf Bank- und Verrechnungskonten, also zum Beispiel nicht investiertes Cash auf einem Tagesgeldkonto oder im Depot-Verrechnungskonto. Investmentfonds und ETFs fallen hingegen nicht unter die Einlagensicherung, weil sie als gesetzliches Sondervermögen behandelt werden. Das bedeutet: Geht die verwahrende Bank oder Fondsgesellschaft insolvent, fließen die Wertpapiere nicht in die Insolvenzmasse, sondern gehören weiterhin vollständig dem Anleger. Was die Einlagensicherung genau bedeutet und wie sie Sondervermögen schützt, lesen Sie im SJB-Ratgeber.
Emerging Markets: Emerging Markets sind aufstrebende Volkswirtschaften wie Brasilien, Indien, China oder Südkorea. Investments in diese Märkte können höhere Wachstumschancen bieten, gehen aber auch mit erhöhten Risiken wie politischer Instabilität oder Währungsrisiken einher. Mehr zu Emerging-Markets-ETFs finden Sie im SJB-Ratgeber.
Fonds (Investmentfonds): Ein Investmentfonds ist ein gemeinsames Anlagevehikel, in das viele Anleger einzahlen. Das gesammelte Kapital wird von einem Fondsmanager in verschiedene Wertpapiere investiert. Was Investmentfonds im Detail sind und welche Arten es gibt, erklärt der SJB-Ratgeber.
Fondsmanager: Der Fondsmanager verwaltet das Fondsvermögen und trifft Entscheidungen über Kauf und Verkauf von Wertpapieren innerhalb des Fonds. Bei aktiv gemanagten Fonds versucht er, durch gezielte Titelauswahl eine bessere Rendite als der Vergleichsindex zu erzielen.
Inflation: Inflation beschreibt den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus und den damit verbundenen Kaufkraftverlust des Geldes. Für Anleger ist Inflation besonders relevant, weil sie auf Sparbuch oder Tagesgeld oft real einen Verlust bedeutet. Eine gut strukturierte Geldanlage sollte die Inflation langfristig ausgleichen oder übertreffen.
K bis P: Kennzahlen und Konzepte
Korrelation: Die Korrelation beschreibt den statistischen Zusammenhang zwischen zwei Anlagen. Eine negative Korrelation bedeutet, dass sich zwei Anlagen in entgegengesetzte Richtungen bewegen, was die Diversifikation im Portfolio verbessert. Sie ist ein wichtiges Werkzeug im professionellen Risikomanagement.
Laufzeit (Fonds und Anleihen): Die Laufzeit gibt an, über welchen Zeitraum eine Anlage gilt. Bei Anleihen bezeichnet sie den Zeitraum bis zur Rückzahlung des Kapitals. Festgeld hat ebenfalls eine feste Laufzeit, in der das Kapital in der Regel gebunden ist.
Liquidität: Liquidität beschreibt, wie schnell und einfach eine Anlage in Bargeld umgewandelt werden kann, ohne erhebliche Preisabschläge hinnehmen zu müssen. Aktien und ETFs sind in der Regel hochliquide, Immobilien hingegen weniger. Für den Aufbau eines Notgroschens sollten Anleger auf liquide Anlageformen wie Tagesgeld oder Geldmarkt-ETFs setzen.
MSCI World: Der MSCI World ist ein globaler Aktienindex, der die Entwicklung von mehr als 1.400 großen und mittelgroßen Unternehmen aus 23 Industrieländern abbildet. Er gilt als einer der beliebtesten Referenzindizes für ein breit gestreutes, globales ETF-Investment. ETFs auf den MSCI World im Vergleich stellt der SJB-Ratgeber vor.
Rebalancing: Rebalancing bezeichnet die regelmäßige Anpassung eines Portfolios an die ursprüngliche Zielgewichtung. Wenn einzelne Anlageklassen stärker gestiegen oder gefallen sind, verschiebt sich die Gewichtung. Durch gezielten Kauf und Verkauf wird die ursprüngliche Balance wiederhergestellt. Wie Portfolio-Rebalancing funktioniert, erklärt der SJB-Ratgeber.
Rendite: Die Rendite ist der Ertrag einer Anlage, ausgedrückt als prozentualer Gewinn bezogen auf das eingesetzte Kapital. Sie kann Kursgewinne, Dividenden und Zinsen umfassen. Hinweis: Vergangene Renditen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
Risiko: In der Finanzwelt bezeichnet Risiko die Möglichkeit, dass eine Anlage weniger Ertrag bringt als erwartet oder sogar Verluste entstehen. Es gibt verschiedene Risikoarten: Marktrisiko, Kreditrisiko, Währungsrisiko und Liquiditätsrisiko. Wie viel Risiko ein Anleger eingehen kann und will, ist eine der zentralen Fragen der Finanzplanung.
Robo-Advisor: Ein Robo-Advisor ist eine digitale Vermögensverwaltung, die automatisiert und algorithmusbasiert arbeitet. Er erstellt auf Basis weniger Angaben ein Standardportfolio. Erfahrene Vermögensverwaltungen wie SJB bieten stattdessen individuelle, menschlich begleitete Anlagestrategien mit persönlichem Ansprechpartner.
S bis Z: Sparplan, TER und Zinseszins
Sparplan: Ein Sparplan ermöglicht es, regelmäßig und automatisch einen festen Betrag in Fonds oder ETFs zu investieren. So lässt sich bereits mit kleinen Beträgen konsequent Vermögen aufbauen. Bei SJB ist ein DIY-Depot bereits ab 25 Euro im Sparplan möglich.
TER (Total Expense Ratio): Die TER, auf Deutsch Gesamtkostenquote, gibt die laufenden jährlichen Kosten eines Fonds oder ETFs als Prozentsatz des Fondsvermögens an. Sie umfasst Verwaltungsgebühren, Managementkosten und Verwahrstellengebühren. Wichtig: Die TER deckt nicht alle Kosten ab. Interne Transaktionskosten, die entstehen, wenn der Fondsmanager Wertpapiere innerhalb des Fonds kauft oder verkauft, sowie etwaige erfolgsabhängige Performance-Gebühren sind in der TER nicht enthalten. Unter EU-Regulierungen wie PRIIPs wird daher eher von „laufenden Kosten" gesprochen. Dennoch gilt: Je niedriger die TER, desto geringer der Basiskostendruck auf die Rendite. Was sich hinter den Kosten eines Fonds verbirgt, erläutert der SJB-Ratgeber.
Teilfreistellung: Die Teilfreistellung ist eine steuerliche Regelung in Deutschland, durch die ein Teil der Erträge aus Fonds und ETFs von der Besteuerung freigestellt wird. Die Höhe hängt vom Fondstyp ab. Was die Teilfreistellung bei ETFs bedeutet und wie sie sich auf Ihre Rendite auswirkt, lesen Sie im SJB-Ratgeber.
Thesaurierung: Thesaurierende Fonds und ETFs legen Erträge wie Dividenden oder Zinsen automatisch wieder an, anstatt sie auszuschütten. Das hat einen Zinseszinseffekt und ist vor allem für Anleger mit langfristigem Zeithorizont interessant. Thesaurierend oder ausschüttend: Welche Variante zu wem passt, erklärt der SJB-Ratgeber.
Value Investing: Value Investing ist eine Anlagestrategie, bei der gezielt nach unterbewerteten Unternehmen oder Märkten gesucht wird. Das Ziel: Wertpapiere kaufen, die unter ihrem tatsächlichen Wert gehandelt werden, und von ihrer Rückkehr zum fairen Wert profitieren. Die SJB-Strategie Substanz setzt auf genau diesen Ansatz.
Vermögensverwaltung: Bei der Vermögensverwaltung überträgt ein Anleger die Anlageentscheidungen an einen professionellen Verwalter. Dieser investiert das Kapital gemäß einer vorher festgelegten Anlagestrategie und handelt im Rahmen einer Vollmacht. Was eine Vermögensverwaltung ist und was sie von einer Anlageberatung unterscheidet, erklärt der SJB-Ratgeber.
Volatilität: Volatilität misst die Schwankungsintensität eines Wertpapiers oder Portfolios über einen bestimmten Zeitraum. Eine hohe Volatilität bedeutet starke Kursschwankungen, eine niedrige Volatilität steht für relative Stabilität. Volatilität ist kein Feind, sie schafft für antizyklische Anleger Einstiegschancen.
Zinseszins: Der Zinseszins ist das Prinzip, bei dem erzielte Zinsen oder Gewinne nicht entnommen, sondern reinvestiert werden, sodass sie ihrerseits wieder Ertrag erzeugen. Mit der Zeit entsteht so ein exponentielles Wachstum des angelegten Kapitals. Wie der Zinseszins konkret wirkt, zeigt der SJB-Ratgeber mit anschaulichen Beispielen.
FAQ: Häufige Fragen rund um Finanzbegriffe
Was bedeutet TER bei einem ETF?
TER steht für Total Expense Ratio und gibt die laufenden jährlichen Kosten eines ETFs oder Fonds in Prozent des Fondsvermögens an. Sie umfasst Verwaltungs-, Management- und Verwahrstellengebühren. Nicht enthalten sind interne Transaktionskosten des Fonds sowie eventuelle Performance-Gebühren. Typische ETFs haben eine TER zwischen 0,05 und 0,50 Prozent, aktiv gemanagte Fonds liegen oft deutlich höher.
Was ist ein Drawdown?
Ein Drawdown bezeichnet jeden prozentualen Wertrückgang eines Portfolios ausgehend von einem vorherigen Höchststand. Der maximale Drawdown (Maximum Drawdown, MDD) misst speziell den größten Verlust vom höchsten zum tiefsten Punkt innerhalb eines Betrachtungszeitraums. Ein maximaler Drawdown von 30 % bedeutet, dass das Depot zwischenzeitlich 30 % seines Wertes verloren hat. Je kleiner der maximale Drawdown, desto besser hat ein Fonds Verlustphasen abgefedert.
Was ist der Unterschied zwischen „thesaurierend“ und „ausschüttend“?
Thesaurierende Fonds legen Erträge automatisch wieder an und verstärken so den Zinseszinseffekt. Ausschüttende Fonds zahlen Dividenden oder Zinsen regelmäßig aus. Welche Variante besser passt, hängt von den persönlichen Zielen, dem Zeithorizont und der Steuersituation ab.
Was versteht man unter antizyklischem Investieren?
Antizyklisches Investieren bedeutet, gezielt in Märkte oder Anlagen zu investieren, die zuletzt stark gefallen sind, aber fundamental noch intakt erscheinen. Ziel ist es, günstige Einstiegskurse zu nutzen, bevor eine Markterholung einsetzt. SJB Invest praktiziert diese Strategie seit über 37 Jahren.
Was bedeutet ESG bei der Geldanlage?
ESG steht für Environmental, Social and Governance, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. ESG-Investments berücksichtigen neben der Rendite auch ethische und ökologische Aspekte. Nicht jeder ESG-Fonds arbeitet dabei gleich: Manche Fonds, insbesondere SRI-Fonds (Socially Responsible Investing) oder Impact-Fonds, schließen bestimmte Branchen wie Rüstung oder fossile Energien vollständig aus. Viele Standard-ESG-Fonds nach Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung nutzen hingegen einen sogenannten Best-in-Class-Ansatz: Sie investieren auch in kontroversere Branchen, wählen dort aber die Unternehmen mit den besten Nachhaltigkeitswerten im Branchenvergleich aus.
Fazit
Wer die Sprache der Finanzen versteht, trifft bessere Entscheidungen. Begriffe wie TER, Drawdown, Thesaurierung oder antizyklisches Investieren sind keine leeren Worthülsen, sondern relevante Konzepte, die direkt Einfluss auf Ihren Anlageerfolg haben. Dieses Glossar gibt Ihnen das nötige Rüstzeug, um Gespräche mit Ihrer Vermögensverwaltung fundierter zu führen und das eigene Depot besser zu verstehen. Wenn Sie konkrete Fragen zu Ihrer Anlagestrategie haben, stehen die Experten von SJB Invest gern zur Verfügung.
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