Viele Menschen möchten ihr Erspartes sinnvoll anlegen, aber der Finanzmarkt wirkt auf den ersten Blick komplex, risikoreich und kaum durchschaubar. Genau hier kommen Investmentfonds ins Spiel. Sie ermöglichen es, auch ohne tiefes Börsenwissen und ohne großes Startkapital in ein breit gestreutes Portfolio einzusteigen. Doch wie funktioniert ein Investmentfonds eigentlich? Wer steckt dahinter, wie entscheiden Fonds, wohin das Geld fließt und was bedeutet das konkret für Sie als Anleger? Dieser Ratgeber beantwortet diese Fragen Schritt für Schritt und zeigt, warum Investmentfonds für viele Anlegertypen eine sinnvolle Basis für den langfristigen Vermögensaufbau sein können.
Was ist ein Investmentfonds?
Ein Investmentfonds ist ein gemeinsamer Topf, in den viele Anleger gleichzeitig einzahlen. Eine Kapitalverwaltungsgesellschaft, auch Fondsgesellschaft genannt, sammelt dieses Kapital ein und investiert es nach einer klar definierten Strategie. Je nach Fondstyp kann das in Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe oder eine Kombination aus verschiedenen Anlageklassen fließen.
Jeder Anleger erhält im Gegenzug sogenannte Fondsanteile, also einen prozentualen Anteil am Gesamtvermögen des Fonds. Der Wert dieser Anteile, der sogenannte Nettoinventarwert (NAV), wird täglich neu berechnet und hängt davon ab, wie sich die im Fonds enthaltenen Wertpapiere entwickeln.
Das Prinzip dahinter ist simpel und wirkungsvoll: Wer alleine 500 Euro anlegt, kann damit vielleicht eine Handvoll Aktien kaufen. Wer sich mit Tausenden anderer Anleger in einem Fonds zusammenschließt, kann am Wachstum von Hunderten Unternehmen weltweit teilhaben, mit demselben Betrag.
Wie funktioniert ein Investmentfonds konkret?
Der Ablauf lässt sich in wenigen Schritten erklären:
- Anleger kaufen Fondsanteile entweder einmalig oder regelmäßig per Sparplan.
- Die Fondsgesellschaft bündelt das Kapital und verwaltet es nach der festgelegten Anlagestrategie.
- Ein Fondsmanager oder ein regelbasierter Algorithmus trifft die Anlageentscheidungen, etwa welche Aktien gekauft oder verkauft werden.
- Das Fondsvermögen wird täglich bewertet, der aktuelle Anteilswert ergibt sich aus dem Gesamtwert aller enthaltenen Wertpapiere geteilt durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile.
- Anleger können ihre Anteile zurückgeben, bei klassischen offenen Fonds direkt über die Fondsgesellschaft oder bei ETFs, die rechtlich ebenfalls offene Investmentfonds sind, jederzeit börslich über einen Market Maker.
Ein entscheidender Aspekt dabei: Das Fondsvermögen ist rechtlich vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt. Es handelt sich um sogenanntes Sondervermögen. Das bedeutet: Selbst wenn die Fondsgesellschaft insolvent werden sollte, ist das Kapital der Anleger geschützt.
Tipp: Wenn Sie sich fragen, ob ein Investmentfonds oder ein ETF-Sparplan besser zu Ihnen passt, können Sie sich auf der Seite zu ETFs und Fonds bei SJB einen ersten Überblick verschaffen.
Die wichtigsten Fondsarten im Überblick
Nicht alle Investmentfonds sind gleich aufgebaut. Je nach Anlagestrategie, Risikobereitschaft und Anlagehorizont gibt es verschiedene Kategorien:
Hinweis: Die Auswahl des richtigen Fondstyps hängt wesentlich von Ihrer persönlichen Risikobereitschaft, Ihrem Anlagehorizont und Ihren finanziellen Zielen ab. Eine individuelle Beratung hilft dabei, die passende Kombination zu finden. Jetzt einen Beratungstermin vereinbaren.
Aktiv gemanagte Fonds versus ETFs
Ein häufig diskutierter Punkt in der Welt der Investmentfonds ist der Unterschied zwischen aktiv gemanagten Fonds und passiv verwalteten ETFs.
Bei einem aktiv gemanagten Fonds trifft ein Fondsmanager gezielt Anlageentscheidungen. Er analysiert Unternehmen, bewertet Marktchancen und versucht, durch geschickte Auswahl eine bessere Rendite als der Markt zu erzielen. Das erfordert Expertise und verursacht höhere Kosten, erkennbar am TER (Total Expense Ratio), also der jährlichen Gesamtkostenquote.
ETFs (Exchange Traded Funds) sind rechtlich betrachtet ebenfalls offene Investmentfonds. Der Unterschied liegt im Handelsweg und in der Steuerung. ETFs bilden einen bestimmten Index, etwa den MSCI World oder den DAX, passiv nach und werden fortlaufend an der Börse über Market Maker gehandelt, nicht direkt über die Kapitalverwaltungsgesellschaft. Es gibt keinen aktiven Fondsmanager, der Entscheidungen trifft. Das macht ETFs günstiger und transparenter, bietet aber auch weniger Flexibilität bei sich verändernden Marktbedingungen.
Beide Ansätze haben ihre Berechtigung, je nach Anlagestil und Ziel. SJB Invest bietet beides: aktiv gemanagte Vermögensverwaltungsstrategien sowie den freien Zugang zu tausenden ETFs und Fonds für alle, die selbst investieren möchten.
Tipp: Wer auf aktiv gemanagte Fonds setzt, sollte besonders auf die Gesamtkostenquote (TER) achten. Hohe Kosten können die Rendite merklich schmälern, selbst bei guter Wertentwicklung.
Der antizyklische Investmentansatz von SJB
SJB Invest verfolgt seit der Gründung im Jahr 1989 einen konsequent antizyklischen Investmentansatz. Das bedeutet: Statt dem Markttrend blind zu folgen, werden gezielt Märkte, Branchen und Länder berücksichtigt, die jüngst Kursverluste erlitten haben, aber fundamental solide aufgestellt sind und charttechnisch positive Signale zeigen.
Dieser Ansatz widerspricht dem Bauchgefühl vieler Anleger, die dazu neigen, in Hochphasen zu kaufen und in Krisenzeiten zu verkaufen, also genau das Gegenteil von dem, was langfristig sinnvoll wäre. Antizyklisch investieren bedeutet: kaufen, wenn andere zweifeln, und das mit analytischem Fundament.
Die drei Anlagestrategien von SJB bauen auf diesem Grundprinzip auf:
- SJB Surplus – risikoaffin, stark antizyklisch, auf Wachstum ausgerichtet
- SJB Substanz – fokussiert auf Value- und Dividendenaktien mit stabilen Erträgen
- SJB Nachhaltig – ESG-konforme Strategie, mehrfach mit dem PI-Stars-Award ausgezeichnet (u. a. „Nachhaltigste Strategie“)
Die Strategien sind wiederholt mit den PI-Stars gewürdigt worden, einem renommierten deutschen Fondsrating, das besondere Managementqualität und Transparenz auszeichnet.
Wie Anleger in Investmentfonds einsteigen können
Der Einstieg in Investmentfonds ist heute einfacher denn je. Es gibt im Wesentlichen zwei Wege:
- Weg 1: Einmalinvestition: Sie investieren einen festen Betrag auf einmal, zum Beispiel 5.000 Euro in einen Mischfonds oder Aktienfonds. Dieser Betrag wird sofort angelegt und entwickelt sich entsprechend der Fondsstrategie.
- Weg 2: Sparplan: Sie investieren regelmäßig einen festen Betrag, zum Beispiel monatlich 50 oder 100 Euro. Der sogenannte Cost-Average-Effekt sorgt dafür, dass Sie in Phasen niedrigerer Kurse automatisch mehr Anteile kaufen und in teuren Phasen weniger und nimmt so den Druck des perfekten Einstiegszeitpunkts.
Bei SJB Invest ist der Einstieg bereits ab 25 Euro monatlich im Sparplan oder ab 500 Euro einmalig möglich, über das DIY-Depot für ETFs und Fonds. Wer eine professionell verwaltete Strategie bevorzugt, startet mit der Vermögensverwaltung ab 1.000 Euro einmalig oder 50 Euro pro Monat.
Beispiel: Wer seit 2015 monatlich 100 Euro in einen breit gestreuten globalen Aktienfonds eingezahlt hätte, hätte in Korrekturphasen automatisch mehr Anteile zum günstigeren Kurs erworben. Der Durchschnittskosteneffekt senkt damit den durchschnittlichen Kaufpreis pro Anteil im Vergleich zum Höchstkurs und nimmt den Druck des perfekten Einstiegszeitpunkts, er ist damit vor allem psychologisch wertvoll und mindert das Timing-Risiko, ohne Kursschwankungen des Fonds selbst zu eliminieren.
Kosten und Transparenz: Was Anleger wissen sollten
Investmentfonds sind nicht kostenlos. Die wichtigsten Kostenpunkte im Überblick:
- Ausgabeaufschlag: Eine einmalige Gebühr beim Kauf von Fondsanteilen. Bei SJB Invest erhalten Anleger bis zu 100 % Rabatt auf den Ausgabeaufschlag, das kann je nach Fonds mehrere Prozent des Anlagebetrags ausmachen.
- Verwaltungsgebühr / TER: Jährliche Kosten für das Fondsmanagement und die Verwaltung, die direkt vom Fondsvermögen abgezogen werden.
- Performancegebühr: Manche Fonds berechnen zusätzlich eine Gebühr bei überdurchschnittlicher Wertentwicklung.
Transparenz ist dabei entscheidend: Seriöse Anbieter legen alle Kosten offen und stellen sogenannte KIDs (Key Information Documents) zur Verfügung, eine standardisierte Zusammenfassung der wichtigsten Fondsinformationen nach europäischem Recht.
Hinweis: Steuerliche Aspekte, etwa die Vorabpauschale auf thesaurierende Fonds oder die Teilfreistellung bei Aktienfonds, sollten individuell mit einem Steuerberater besprochen werden. Allgemeine Informationen finden Sie auch im SJB-Ratgeber.
Risiken offen betrachtet
Investmentfonds bieten durch ihre breite Streuung naturgemäß eine niedrigere Einzeltitelrisikoposition als der direkte Kauf einzelner Aktien. Dennoch sind sie nicht risikolos:
- Marktrisiko: Kursverluste sind möglich, besonders bei Aktienfonds in volatilen Phasen.
- Währungsrisiko: Fonds mit internationaler Ausrichtung unterliegen Wechselkursschwankungen.
- Managerrisiko (bei aktiv gemanagten Fonds): Fehlentscheidungen des Managements können die Performance beeinträchtigen.
- Liquiditätsrisiko: Bei offenen Immobilienfonds gelten nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) gesetzliche Mindesthaltedauern von 24 Monaten sowie Kündigungsfristen von 12 Monaten für die Rückgabe von Anteilen direkt über die Fondsgesellschaft. Ein börslicher Verkauf ist davon unabhängig möglich, jedoch zu dann aktuellen Marktkursen.
Ein langer Anlagehorizont und eine klare Strategie reduzieren diese Risiken erheblich. Wer nicht weiß, wie risikobereit er oder sie ist, findet erste Orientierung im Überblick zu den SJB-Anlagestrategien.
FAQ: Häufige Fragen zu Investmentfonds
Was ist der Unterschied zwischen einem Investmentfonds und einem ETF?
Ein klassischer, aktiv gemanagter Fonds wird von einem Fondsmanager verwaltet, der gezielt Anlageentscheidungen trifft. Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist rechtlich ebenfalls ein offener Investmentfonds. Der Unterschied liegt im Handelsweg und in der Steuerung: ETFs bilden einen Index passiv nach und werden fortlaufend börslich über Market Maker gehandelt. Das macht sie in der Regel günstiger, während aktiv gemanagte Fonds versuchen, den Markt zu übertreffen.
Wie sicher sind Investmentfonds?
Fondsvermögen gilt als Sondervermögen und ist gesetzlich vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt. Es ist damit auch im Fall einer Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt. Marktschwankungen und Kursverluste sind jedoch möglich und kein Schutzmechanismus kann diese vollständig ausschließen.
Ab welchem Betrag kann ich in Investmentfonds investieren?
Bei SJB Invest ist ein Einstieg bereits ab 25 Euro monatlich im Sparplan oder ab 500 Euro einmalig möglich. Für die professionell verwalteten Strategien beginnt die Mindestanlage bei 1.000 Euro oder 50 Euro pro Monat.
Kann ich meinen Investmentfonds jederzeit verkaufen?
Bei klassischen offenen Investmentfonds ist eine Rückgabe der Anteile in der Regel täglich möglich. ETFs können während der Handelszeiten jederzeit börslich verkauft werden. Bei offenen Immobilienfonds gelten nach dem KAGB gesetzliche Mindesthaltedauern von 24 Monaten sowie Kündigungsfristen von 12 Monaten für die direkte Rückgabe an die Fondsgesellschaft. Ein Börsenverkauf bleibt davon unberührt.
Welche Kosten entstehen beim Kauf von Investmentfonds?
Typischerweise fallen ein Ausgabeaufschlag (einmalig beim Kauf) sowie laufende Verwaltungsgebühren (TER) an. Bei SJB Invest erhalten Anleger bis zu 100 % Rabatt auf den Ausgabeaufschlag.
Fazit
Investmentfonds sind eines der zugänglichsten und bewährtesten Instrumente für den privaten Vermögensaufbau. Sie kombinieren professionelles Management oder transparente Indexnachbildung mit breiter Risikostreuung und das bereits ab kleinen Beträgen. Ob Sie langfristig Vermögen aufbauen, Kapital erhalten oder regelmäßig Erträge erzielen möchten: Die richtige Fondsstrategie ist entscheidend. SJB Invest begleitet Anleger dabei seit 37 Jahren mit Erfahrung, Unabhängigkeit und einem klar strukturierten Angebot, von der individuellen Vermögensverwaltung bis zum selbstständigen Fondsdepot.
- Jetzt Beratungstermin vereinbaren: Sprechen Sie unverbindlich mit unserem Team über die passende Fondsstrategie für Ihre Ziele. Zum Kontaktformular | Telefon: +49 2182 852-0 | E-Mail: fonds@sjb.de
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