Stellen Sie sich vor, Sie kaufen zwei identische Fonds, aber einer kostet Sie beim Kauf 5 % mehr als der andere. Kein Unterschied im Produkt, kein Unterschied in der Strategie. Nur ein Unterschied im Zugang. Genau das passiert täglich tausenden Anlegerinnen und Anlegern, die ihr Depot bei teuren Banken führen oder den Ausgabeaufschlag kommentarlos akzeptieren. Dabei sind günstige Fonds und günstige ETFs längst kein Privileg mehr für Profis oder institutionelle Großinvestoren. Wer weiß, wie das System funktioniert und wo man sucht, zahlt deutlich weniger. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie das konkret geht.
Was ist der Ausgabeaufschlag – und warum spielt er eine so große Rolle?
Der Ausgabeaufschlag ist eine einmalige Kaufgebühr, die beim Erwerb von Investmentfonds anfällt. Sie berechnet sich in der Regel als Prozentsatz des Anlagebetrags und kann je nach Fonds und Anbieter zwischen 1 % und 5 % betragen, manchmal sogar höher.
Rechenbeispiel:
Hinweis: In der Fondspraxis wird der Ausgabeaufschlag technisch auf den Netto-Anteilwert (Rücknahmepreis) aufgeschlagen. Bei einem Brutto-Anlagebetrag von 10.000 Euro und 5 % Aufschlag werden rechnerisch ca. 9.523,81 Euro tatsächlich investiert (10.000 / 1,05). Die obige Tabelle zeigt gerundete Näherungswerte. Das Prinzip bleibt dasselbe: Ein erheblicher Teil Ihres Kapitals fließt als Gebühr ab, noch bevor Ihr Geld auch nur einen Cent Rendite erwirtschaftet hat. Und das Schlimmste daran: Diese Kosten sind in vielen Fällen vollständig vermeidbar.
Tipp: Bei ETFs fällt in der Regel kein Ausgabeaufschlag an, das ist einer der strukturellen Kostenvorteile von börsengehandelten Indexfonds gegenüber klassischen aktiv gemanagten Fonds. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber: ETF vs. aktiv gemanagter Fonds – was passt zu mir?
Günstige Fonds kaufen: Die wichtigsten Kostenhebel
Wenn Sie künftig günstige Fonds kaufen möchten, lohnt es sich, drei Stellschrauben zu kennen:
1. Den Ausgabeaufschlag reduzieren oder komplett streichen
Viele Direktbanken und unabhängige Fondsplattformen bieten sogenannte Rabatte auf den Ausgabeaufschlag an. Diese können 50 %, 75 % oder, wie bei SJB, sogar bis zu 100 % betragen. Das bedeutet: Sie kaufen Fonds ohne Aufpreis.
Der Unterschied zu Ihrer Hausbank ist enorm. Dort zahlen Sie häufig den vollen Ausgabeaufschlag, oft ohne Alternative und ohne Transparenz darüber, dass Rabatte überhaupt möglich wären.
Hinweis: Rabatte auf den Ausgabeaufschlag sind keine Ausnahme, sondern bei unabhängigen Fondsplattformen die Regel. Wenn Sie bisher den vollen Aufschlag bezahlt haben, lohnt sich ein Wechsel des Depotanbieters oder -weges.
2. Die laufenden Fondskosten im Blick behalten (TER)
Neben dem einmaligen Ausgabeaufschlag entstehen bei jedem Fonds laufende Kosten, ausgewiesen als Total Expense Ratio (TER). Diese werden direkt aus dem Fondsvermögen entnommen und mindern die Rendite – oft ohne, dass Anleger es aktiv wahrnehmen.
Während aktiv gemanagte Fonds häufig TERs von 1,5 % bis 2,5 % pro Jahr aufweisen, liegen günstige ETFs vielfach unter 0,2 %. Diese Differenz klingt nach wenig, summiert sich über viele Jahre aber erheblich.
Beispiel: Bei einer Anlage von 50.000 Euro und einer durchschnittlichen Rendite von 6 % p. a. kostet ein TER-Unterschied von 1,5 % über 20 Jahre mehr als 30.000 Euro an entgangenen Erträgen.
3. Depotgebühren minimieren
Manche Depots verlangen jährliche Grundgebühren, Transaktionsgebühren oder Serviceentgelte. Bei einem DIY-Depot über SJB entfällt die laufende Verwaltungsgebühr, Sie bezahlen keine Depotgebühr an SJB. Die Abwicklung erfolgt über die FFB (FIL Fondsbank), einen etablierten und BaFin-regulierten Depotpartner.
Günstige ETFs: Wo liegen die wirklichen Unterschiede?
ETFs gelten zu Recht als kostengünstige Anlageinstrumente. Doch auch hier gibt es Unterschiede, sowohl beim Produkt selbst als auch beim Kaufweg.
Worauf Sie bei günstigen ETFs achten sollten:
- TER (laufende Kosten): Je niedriger, desto mehr Rendite verbleibt beim Anleger. Vergleichen Sie ETFs auf denselben Index – die Kosten können stark variieren.
- Tracking Difference: Diese Kennzahl zeigt, wie gut ein ETF seinen Vergleichsindex tatsächlich abbildet. Manchmal ist die Tracking Difference sogar negativ – d. h., der ETF schlägt den Index durch Wertpapierleihe o. Ä.
- Thesaurierend oder ausschüttend: Thesaurierende ETFs reinvestieren Erträge automatisch, ideal für den Vermögensaufbau. Ausschüttende ETFs zahlen Dividenden aus, interessant für Einkommensinvestoren. Mehr dazu in unserem Ratgeber: ETF thesaurierend oder ausschüttend – was passt besser?
- Fondsvolumen: ETFs mit niedrigem Fondsvermögen laufen Gefahr, geschlossen zu werden. Etablierte ETFs auf den MSCI World haben typischerweise Milliardenvermögen.
Tipp: Beim MSCI World allein gibt es Dutzende ETF‑Varianten verschiedener Anbieter. Ein strukturierter Vergleich lohnt sich. Schauen Sie sich dazu unseren Ratgeber an: MSCI World ETF Vergleich
Wie SJB günstige Fonds und ETFs für Sie zugänglich macht
SJB Invest GmbH & Co. KG bietet zwei Wege, wie Sie kosteneffizient in Fonds und ETFs investieren können:
Weg 1: Das DIY-Depot – selbst investieren, Kosten sparen
Über das DIY-Depot von SJB können Sie eigenständig aus über 10.000 Fonds und ETFs wählen, mit bis zu 100 % Rabatt auf den Ausgabeaufschlag. Der Zugang erfolgt bequem über die Finanzcockpit-App (iOS & Android). Einstieg ist bereits ab 25 Euro im Sparplan oder 500 Euro als Einmalanlage möglich.
Das ist besonders attraktiv für:
- Anleger, die bereits wissen, was sie kaufen möchten
- Menschen, die ihre Kosten maximal optimieren wollen
- ETF-Sparer, die dauerhaft günstig und diszipliniert aufbauen möchten
Weg 2: Die Vermögensverwaltung – professionell, antizyklisch, aktiv
Wer nicht selbst aktiv sein möchte oder eine aktivere Steuerung bevorzugt, kann die Vermögensverwaltung von SJB nutzen. Bereits ab 1.000 Euro Einmalanlage oder 50 Euro monatlich sind Sie dabei.
SJB verfolgt seit Gründung 1989 einen konsequent antizyklischen Ansatz: Es werden bewusst Märkte, Länder und Branchen bevorzugt, die kurzfristig Kursverluste erlitten haben, fundamental und charttechnisch aber positiv bewertet werden.
Die drei Strategien im Überblick:
- SJB Surplus – risikofreudig, wachstumsorientiert, antizyklisch
- SJB Substanz – Value- und Dividendenaktien, auf stabile Erträge ausgerichtet
- SJB Nachhaltig – ESG-konform, mehrfach mit dem PI Stars Award ausgezeichnet
Mehr erfahren: Vermögensveraltung Strategien entdecken
Häufige Fehler beim Fondskauf – und wie Sie sie vermeiden
Günstige Fonds und ETFs sind nur dann ein Vorteil, wenn Sie grundlegende Fehler beim Kauf vermeiden. Die häufigsten:
- Den Ausgabeaufschlag blind akzeptieren – immer nachfragen, ob ein Rabatt möglich ist
- Nur auf die Vergangenheitsrendite schauen – vergangene Performance ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft
- TER ignorieren – laufende Kosten summieren sich über Jahrzehnte erheblich
- Zu viele Einzelfonds kaufen – Diversifikation ist sinnvoll, Überstreuung erzeugt nur Kosten und Komplexität
- Bei Marktschwäche aussteigen – gerade in Phasen fallender Kurse erwerben regelmäßige ETF-Sparer automatisch mehr Fondsanteile für denselben Betrag; ein Sparplan nimmt Ihnen die emotionale Entscheidung ab und sorgt für diszipliniertes Investieren auch in schwierigen Marktphasen
Mehr dazu: Die 5 größten ETF-Anfängerfehler – und wie Sie sie vermeiden
Günstige Fonds und ETFs – auch für sicherheitsorientierte Anleger
Wer nicht in Aktien investieren möchte, muss auf Kosteneffizienz nicht verzichten. Auch im Bereich Zinsen und Sparen gibt es günstige Alternativen:
- Geldmarkt-ETFs – flexible Alternative zum Tagesgeld, häufig mit sehr niedrigen TERs
- Anleihen-ETFs – Zugang zu Staats- und Unternehmensanleihen, kosteneffizient über ETFs
- Festgeld über SJB – planbare Zinsen, gesetzliche Einlagensicherung
Mehr dazu: Festgeld vs. Geldmarkt-ETF – was rentiert sich 2026 mehr?
Hinweis: Konkrete Zinssätze für Festgeld und Tagesgeld ändern sich regelmäßig. Aktuelle Konditionen erhalten Sie direkt bei SJB im Beratungsgespräch oder auf www.sjb.de/zinsen-sparen.
Fazit
Günstige ETFs und günstige Fonds sind heute für jeden Anleger zugänglich – vorausgesetzt, man weiß, wo und wie man investiert. Der Ausgabeaufschlag, die laufenden Kosten (TER) und Depotgebühren sind die drei entscheidenden Kostenhebel. Wer diese optimiert, legt schon vor dem ersten Kursgewinn die Grundlage für dauerhaft bessere Ergebnisse. SJB bietet mit dem DIY-Depot und der aktiv gemanagten Vermögensverwaltung zwei bewährte Wege, kosteneffizient zu investieren, unabhängig, transparent und seit 1989 erprobt.


