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Voll auf die Laterne

Sebastian Zimmermann - SJB
Sebastian Zimmermann
06.11.2026

Eigentlich kann man heute eine Menge über die jüngste Börsenentwicklung schreiben. Über die Wahl in den USA, den voraussichtlichen Politikwechsel und wie sich das auf die Regulierung von Techunternehmen und Zulassungen neuer KI-Rechenzentren auswirken könnte. Eigentlich, denn das machen alle anderen in verschiedenen Panikmodi heute überall. Schnatter, schnatter!

Oder wir beschäftigen uns heute mit St. Martin, so wie letzte Woche angekündigt. Und Laternen, Gänsen, singenden Kindern und dem Teilen von Mänteln. Schon allein deswegen, weil es erquicklicher ist. Und uns indirekt beim Durchstehen anspruchsvoller Börsenphasen hilft.

Denn all jene Investoren, die vor einer Woche noch an eine wunderbare Utopie voller KI glaubten und in die verrücktesten KI-Butzen investierten, sehen nun scheinbar den Weltuntergang drohen. Zumindest verhalten sie sich entsprechend.

Da ist uns Martinus, der Sohn eines römischen Tribuns aus dem heutigen Ungarn, schon lieber. Dieser teilte in Amiens bekannterweise seine Kleidung, wandte sich nach einer Erscheinung dem Christentum zu und wurde schließlich Bischof von Poitiers. Kurze Pause als Einsiedler und dann christianisierte er Frankreich.

Die Geschichte von der Mantelteilung wurde ausstaffiert und ein Pferd dazu erfunden, vielleicht wollte man die Zielgruppe auf kleine Mädchen erweitern. Bibi und Tina gab es ja noch nicht. Populär ist er auch heute noch, denn die Geschichte vermittelt einen gewissen Optimismus, den die vielen Laternenumzüge widerspiegeln.

Genau diese Art von Optimismus, das „Es wird schon wieder“ ist auch beim Investieren gefragt. Denn bis auf die Tatsache, dass momentan Unsicherheit im Hinblick auf die KI-Entwicklung besteht, ist bisher noch nicht viel passiert. Unternehmenszahlen immer noch robust, wenn auch höhere Kosten. Dafür Wachstum bei den Techfirmen über 20 Prozent. Wachstum gibt es nun mal nicht, ohne vorher investiert zu haben, nicht mal im Silicon Valley.

Wenn also diese dynamischen Aktien nun in den letzten Tagen deutlich gefallen sind, bedeutet das auf lange Sicht eher Rabatte. Schon vor dem Black Friday! Und weil man niemals alle Gänseeier in einen Korb legen, sondern den Mantel teilen soll, befinden sich im Portfolio idealerweise auch europäische Aktien von Amiens bis nach Ungarn. Und Gold. Und Value. Und eine Reserve, damit man überhaupt nachkaufen kann. Korrigiert hat so ein Portfolio auch, aber eben weniger stark.

Bunte Laternen zeigt unser gewohntes Chart mit den spannendsten Fonds aus der Strategie SJB Surplus zwar nicht, dafür jede Menge bunte Kurven. Rote, grüne, gelbe und blaue Linien ziehen derzeit durchs Bild wie ein Martinszug durch die Novembernacht. Und während gestern manche Anleger vor allem die roten Laternen entdeckt haben, lohnt sich wie so oft der Blick auf den gesamten Zug.

Klingt spannend?

Unsere Handelsberater erklären Ihnen gerne, was man aus dieser Situation macht.
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sebastian zimmermann - Team | SJB

Sebastian Zimmermann

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