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Letzte Woche ging es hier noch um Feuerpferde, jetzt könnte man schon von Äpfeln sprechen. Denn seit dem Wochenende hat sich die Welt ziemlich geändert. Mal wieder. Und seit Jahresbeginn gefühlt das x-te Mal. Manche dieser Ereignisse lassen sich auch mit der modernsten KI-Glaskugel nicht vorhersagen. Nichtmal mit dem chinesischen Mondkalender. Das widerspricht aber dem allgemeinen Wunsch nach Ordnung und Kontrolle, den wir Menschen nun mal hegen.
Also ordnen wir ein, veranstalten Talkrunden, Brennpunkte, Reports aus Mainz und anderswo, embedden Journalisten und ballern Content raus. Aber auch wenn die Kanäle und Formate mannigfaltig sind, eint sie doch ein Stilmittel: der Konjunktiv. Wo kämen wir denn sonst hin?
Und so sind auch die Börsennachrichten diese Woche wieder einmal voll mit Chefvolkswirten, Senioranalysten, ja sogar Chefseniorvolksanalysten. Sie alle eint die Fahrradkette. Denn hätten, ja hätten, sie es vorhergesehen, stünden sie nun nicht dort. Jetzt zeichnen sie es mit Phrasen, mögliche Szenarien, wahrscheinliche Reaktionen. Alles hätte, könnte, dürfte, sollte und würde irgendwie Sinn ergeben und auf eine gewisse Weise ablaufen, wenn denn nur. Wenn was? Das weiß eben keiner.
Aber weil man bei AstroTV weniger verdient als bei ntv, gibt’s eben diese Formate. Wüssten die Damen und Herren mehr, bräuchten sie sich nicht für ein Salär vor die Kamera stellen.
Und weil es eben niemanden gibt, der ein chaotisches System durchblicken und sein Portfolio entsprechend immer perfekt ausrichten kann, lauten die erfolgversprechendsten Faktoren Demut und Geduld. Demut vor dem Markt, der von jetzt auf gleich umschlagen kann und Geduld, wenn es denn mal runter geht oder wenn es hoch geht und man Angst hat etwas zu verpassen.
Am einfachsten lassen sich diese beiden Faktoren mit einem breit gestreuten Portfolio umsetzen. Mit Cash, für die Geduld. Und mit Aktien, Anleihen und Gold, für die Demut vor den Marktbewegungen.
Ein Blick in unsere Strategien zeigt nach einer knappen Woche: Cash ist Cash, Aktien haben teilweise korrigiert, bei Goldminen gab es Gewinnmitnahmen, Kryptotitel und Rohstoffe sowie Energie sind recht stabil geblieben. Für großangelegte Nachkäufe ist es noch zu früh.
Die Bewegungen lassen sich auch auf unserem gewohnten Chart mit den spannendsten Fonds aus der Strategie SJB Surplus erkennen.

Unsere Handelsberater erklären Ihnen gerne, was man aus dieser Situation macht.
Rufen Sie uns an.

Sebastian Zimmermann

Tom Kandels