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Sommerzeit - Urlaubszeit! Während hierzulande noch schnell ein paar Reformen durchgedrückt werden, greift überm großen Teich der Landespräsi zum Hörer, um den Fußballpräsi zu überreden, rote Karten verschwinden zu lassen. Genutzt hat es nichts, aber die Amerikaner wissen jetzt endlich, wo Belgien ist. Nämlich im Viertelfinale!
Die Welt scheint derart infantil, dass wir uns zuletzt sogar mit dem mitunter absurden Newsletter manchmal überboten fühlen. Von der Realität. Sind wir bald so überflüssig wie die Roboter, die Blinker in BMWs einbauen? Darüber weden wir in den nächsten drei Wochen nachdenken, im Urlaub, am Strand. Übrigens in der Nähe von Belgien.
Sehr wahrscheinlich wird dieses Nachdenken unterbrochen von der nachdrücklichen Aufforderung des Nachwuchses, beim Ausheben von Sandlöchern behilflich zu sein. Der Aushub dient dann der Erschaffung von mittelalterlichen Befestigungsanlagen auf Sandbasis.
Nach getaner Arbeit erholt man sich und je nach Aufenthaltsdauer in der Sonne kommen vielleicht auch ein paar exotischere Gedanken. Sind Sandburgen nicht wie Börsentrends: Aus dem Nichts entstanden, die Begeisterung kennt keine Grenzen, glänzende Augen allerorten. Bis die Flut kommt und wieder alles wegspült.
Wenn man aber nicht auf Sisyphos steht, hilft ein Graben immens. Der leitet das Wasser im Idealfall um die Sandburg herum und bewahrt das Bauwerk vor der Zerstörung. Gibt’s bei Aktien auch, nur benutzt man dort natürlich den englischen Begriff für Burggraben, moat. Spricht man fast genauso aus wie goat, aber Ronaldo ist ja raus. (GOAT = greatest of all time, so wie sich Ronaldo selber sieht)
Gemeint sind Wettbewerbsvorteile, die Unternehmen vor der Konkurrenz schützen – starke Marken, Netzwerkeffekte, Technologieführerschaft oder Patente. Hat man dann noch die Telefonnummer des (FIFA-)Präsidenten, spricht man von einem wide moat.
Den haben zum Beispiel die Hersteller von Sandschaufeln. Denn Burg hin oder her, diese Dinger verschwinden am Strand schneller als rote Karten bei der FIFA oder liegen noch zuhause unter den Winterreifen in der Garage. Der Absatz ist also krisensicher.
Ob der selbst gebaute Burggraben langfristig die Nordsee aufhalten wird, erscheint indes zweifelhaft. Im Depot kann ein guter Burggraben jedoch erstaunlich wirksam sein. Und vielleicht liegt genau darin eine wichtige Erkenntnis für die Sommermonate: Nicht jede Sandburg verdient Bewunderung, aber ein guter Burggraben kann manchmal Gold wert sein. Und Gold ist immer Gold wert.
Und so gehen wir in allen SJB-Strategien mit einer komfortablen Cashquote und auch etwas Gold in die Sommerpause. Andere spannende Fonds aus der Strategie SJB Surplus finden Sie im gewohnten Chart, in Wellenform.

Unsere Handelsberater erklären Ihnen gerne, was man aus dieser Situation macht.
Rufen Sie uns an.

Sebastian Zimmermann