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Keeeeeevvviiiiiiin!

Sebastian Zimmermann
06.02.2026

“Keeeeeevvviiiiiiin!”,

ruft die Mutter, als sie im Flugzeug bemerkt, dass sie eines der Kinder vergessen hat. Im Film „Kevin allein zu Haus“ schlägt sie sich dann per Anhalter mit Hilfe einer Polka-Band durch Schneestürme wieder nach Hause zurück, wo der tapfere Kevin mittlerweile das Elternhaus ganz allein gegen zwei Einbrecher verteidigt hat.

„Keeeeevvviiiiin“ hieß es auch in den letzten Tagen an der Börse. Denn der designierte US-Notenbankchef und Nachfolger von Jerome Powell hat die Finanzmärkte ordentlich durcheinander gebracht. Also nicht er selbst, allein die Tatsache, dass Kevin Warsh nominiert wurde, reichte bereits.

Schließlich hatten die Märkte darauf spekuliert, dass US-Präsident Trump einen Notenbankchef ernennt, der für ihn die Zinsen senkt, damit die Schuldenlast der USA nicht so teuer im Unterhalt wird. Warsh hingegen ist Verfechter einer konservativeren Geldpolitik und wird wahrscheinlich die Zinsen erst dann wesentlich senken, wenn die US-Inflation sich abschwächt.  

Danach sieht es momentan aber nicht aus, und so zerplatzten die Träume vom billigen Geld. Die hatten zuletzt die Börsen befeuert, aber auch dem Goldpreis eine Rekordrally beschert. Denn hohe Staatsschulden und niedrige Zinsen sind nicht gerade ein Rezept, um das Vertrauen in den US-Dollar zu stärken. Und als der fiel, stieg eben Gold deutlich. Sehr deutlich.

Also ging es nun mit Kevin runter an den Börsen und vor allem beim Gold. Traurig sind wir darüber nicht, denn ehrlich gesagt sind uns ein stabiler Dollar und eine laufende US-Wirtschaft lieber als eine außer Kontrolle geratene Inflation und die durch Angst getriebene Rallye beim Gold.  

Das Edelmetall wird auch so langfristig weiter laufen, denn auch Warsh kann nicht zaubern und die US-Schulden senken. Er hat es nämlich mit mehr als zwei Einbrechern zu tun, die an sein Geld wollen. Und dass der US-Präsident bereit ist, Druck auszuüben, um an sein Ziel zu kommen, weiß man auch bei der Federal Reserve. Die Trump übrigens verklagt hat, aber das ist eine andere Geschichte.

In diesem Umfeld hatten wir zuletzt einige Gewinne bei Gold und Goldminen realisiert und auch den Anteil von US-Aktien heruntergefahren. Denn der Dollar wird auch in der nächsten Zeit nicht wieder allzu sehr zulegen. Zumindest nicht, bevor Kevin das Haus komplett abgesichert hat.  

Den Kevin-Moment zeigt auch unser gewohntes Chart mit den spannendsten Fonds aus der Strategie SJB Surplus recht eindrücklich.  

Klingt spannend?

Unsere Handelsberater erklären Ihnen gerne, was man aus dieser Situation macht.
Rufen Sie uns an.

Sebastian Zimmermann

Tom Kandels

Beratung: 02182 / 85 20