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Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass wir immerüber das gleiche Thema schreiben müssen. Schon Heine schrieb so oder zumindestähnlich über das Unglück der Schiffer an der Lorelei. Und auch jetzt hält uns,Waffenstillstand hin oder her, eine Schifffahrtsstraße in Atem. Es ist nichtder Rhein wie im Gedicht und auch keine Jungfrau mit ihrem Gesang, sondern essind Minen, Raketen und Drohnen an der Straße von Hormus.
Aktuell blicken die Weltbörsen auf diese Meerenge imGolf, auf Schiffsmeldungen und in der Folge auf die Kapriolen beim Ölpreis.Denn auf das schwarze Gold ist die Weltwirtschaft angewiesen. Gibt es davon zuwenig oder wird es zu teuer, wirkt sich das auf die Produktion, den Transportund den Konsum von Waren aus.
Während der Rhein also trügerisch und ruhig an Heine vorbeifließt,fließt das Öl eben nicht mehr. Der angekündigte Waffenstillstand gab Hoffnung,bis heute haben aber nur ein paar Schiffe den Golf passiert. Und auch wennjetzt gleich Ruhe wäre und der Weg frei, bräuchte es viele Wochen, bis dieTanker wieder dort wären, wo sie hingehören, Monate um die Öl- und Gasfelderwieder auf volle Produktion zu bringen und Jahre um die zerstörten Anlagenwieder zu reparieren.
Hohe Energiepreise werden also für eine Weiledazugehören, und Anleger müssen sich darauf einrichten. Nun gut, mit demKI-Hype war auch irgendwann mal klar, dass die ganzen Rechenzentren auch mehrStrom brauchen und seitdem haben auch wir viele Energietitel, Versorger undErneuerbare in den Portfolios der SJB Strategien. Die werden wir mindestens solange halten, bis es wieder läuft, vielleicht auch länger.
Denn nach der Abkehr von russischem Gas und derBlockade am Golf kommt der nächste Schock sicher irgendwann. Von irgendwo.Dadurch sind auch die lange geschmähten Alternativen wieder interessant.
Solange der Krisenmodus anhält, bleiben aber auchandere Rohstoffe und Gold recht hoch gewichtet im Portfolio. Dazu braucht esnicht mal den Hinweis auf das goldene Haar der Lorelei.
Zumindest sehen die Goldminen in unserem gewohnten Chartmit den spannendsten Fonds aus der Strategie SJB Surplus ein bisschen aus wieder Felsen am Rhein, während die hohe Cashquote im Geldmarkt untendahingleitet.

Unsere Handelsberater erklären Ihnen gerne, was man aus dieser Situation macht.
Rufen Sie uns an.

Sebastian Zimmermann

Tom Kandels