Maschinenraum

Frischer Wind durch neues Management – der Montrusco Bolton Global Equity Fund

Dr. Volker Zenk - SJB
Dr. Volker Zenk
28.08.2026

Die letzten beiden Handelsjahre verliefen für den zuvor so erfolgsverwöhnten Montrusco Bolton Global Equity Fund wenig erfreulich: Gelang es dem auf Titel aus dem Quality Growth-Segment spezialisierten Aktienfonds vorher, in 13 von 15 Jahren den MSCI World zu schlagen, so wurde sowohl in 2024 als auch in 2025 die Benchmark verfehlt. Doch seit April geht es wieder aufwärts, der weltweit anlegende Investmentfonds ist auf den Pfad der Outperformance zurückgekehrt. Der Grund dafür: Die Leitung des in Montreal beheimateten Asset Managers hat reagiert und eine personelle Veränderung im FondsManagement des Montrusco Bolton Global Equity beschlossen. Der bisherige Leadportfoliomanager Jean David Meloche hat die Verantwortung abgegeben und neue Aufgaben im Unternehmen übernommen. Neuer FondsManager ist Robert Hiscock, der bereits seit 12 Jahren bei der kanadischen FondsGesellschaft tätig ist und bisher als Co-Manager des Fonds fungierte. Wie hat sich dieser Wechsel auf Performance und Anlagestrategie des Montrusco Bolton-Fonds ausgewirkt? Alle Details dazu finden sich hier:

Mit welchen Renditezahlen kann der Montrusco Bolton Global Equity Fund aktuell aufwarten?
Seit Robert Hiscock im April die Rolle als FondsManager übernommen hat, ist es mit der Performance des weltweit anlegenden Aktienfonds direkt nach oben gegangen. Das aktiv gemanagte Portfolio aus Quality Growth-Aktien hat sich wieder überdurchschnittlich erfolgreich präsentiert und seitdem eine Wertentwicklung von +15,16 Prozent in Euro generiert. Für diesen knapp fünf Monate umfassenden Performancezeitraum ist es dem aktiv gemanagten FondsProdukt gelungen, den als Benchmark verwendeten MSCI World Index hinter sich zu lassen. Kurzfristig sieht es also wieder sehr gut aus, und auch das langfristige Performance-Szenario bleibt beeindruckend: Seit 2009 hat der Montrusco Bolton Global Equity Fund in 13 von 17 Jahren eine Outperformance zum breiten weltweiten Aktienmarkt erzielt und sich auf US-Dollar-Basis pro Jahr im Schnitt um 2,46 Prozentpunkte besser entwickelt als seine Benchmark. Ein weiteres Qualitätsmerkmal des Fonds: Auch in allen drei Jahren mit negativen Renditen wurde ein Mehrertrag erreicht.

Hat sich die Anlagestrategie des Montrusco Bolton-Fonds im Zuge des Managerwechsels verändert?
Ganz wichtig für Investoren: Die Investmentphilosophie, Risikostruktur und Analyseprozesse des Fonds bleiben auch nach dem FondsManagerwechsel unverändert. Erhalten bleibt insbesondere der Fokus auf Aktien aus dem Quality Growth-Segment und ein möglichst konzentriertes Portfolio aus 35 bis 40 Titeln. FondsManager Robert Hiscock fokussiert sich auf die Unternehmensqualität und die Wachstumsfaktoren der im Portfolio enthaltenen Aktien, wobei die Identifikation von Fehlbewertungen, Wendepunkten und Katalysatoren zentrale Kriterien bei der Titelauswahl sind. Hiscock nutzt die fundamentale Titelselektion als wichtigsten Faktor zur Generierung von Alpha. Der Aktienstratege investiert schwerpunktmäßig in Unternehmen, die einen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren Konkurrenten besitzen, mit Blick auf ihr Geschäftsmodell einen „Burggraben“ aufweisen und aufgrund überdurchschnittlicher Managementleistungen langfristig attraktive Wachstumsraten erzielen. Hiscock, der über Universitätsabschlüsse in Physik und Ökonomie verfügt, führt den für Montrusco Bolton typischen individuellen Ansatz bei der Portfolio-Konstruktion fort, der sich in dem hohen Active Share von aktuell 80,7 Prozent manifestiert.

Wie ist das Portfolio des Montrusco Bolton Global Equity Fund im Einzelnen strukturiert?
In der Länderallokation des Montrusco Bolton Global Equity Fund liegen die USA mit einem Anteil von 70,42 Prozent am FondsVermögen klar auf Platz eins. Dahinter ist Japan platziert, wo 5,32 Prozent des FondsVolumens investiert sind. Auf Platz drei der Ländergewichtung befindet sich Großbritannien mit einem Anteil von 4,23 Prozent. In Wachstumsaktien aus Deutschland sind 3,68 Prozent des FondsVermögens angelegt, Titel aus Taiwan besitzen eine Gewichtung von 3,63 Prozent. In der Sektorengewichtung des Montrusco Bolton-Produkts befinden sich Technologieunternehmen mit 30,66 Prozent auf dem ersten Platz. Ebenfalls stark im Portfolio vertreten sind Finanzwerte mit 17,00 Prozent des FondsVermögens sowie Industrie-Aktien (11,74 Prozent). HealthCare-Titel machen 9,33 Prozent der FondsBestände aus, Produzenten hochwertiger Konsumgüter sind mit 8,95 Prozent repräsentiert. Und welche Werte werden von FondsManager Hiscock auf Einzeltitelebene favorisiert? Die größte Einzelposition des Fonds stellt die Aktie des US-Halbleiterproduzenten NVIDIA dar, dicht gefolgt vom Softwaregiganten Microsoft. Ebenfalls hoch gewichtet ist das Papier des Energieversorgers Valero Energy Corp. Finanztitel (JP Morgan, Japan Post Bank) sowie Gesundheitsdienstleister (Danaher) runden die Top-10-Positionen des Montrusco Bolton Global Equity Fund ab.

Fazit: Seitdem Robert Hiscock im April als hauptverantwortlicher FondsManager übernommen hat, sieht es wieder deutlich besser für den Montrusco Bolton Global Equity Fund aus. Auch wenn abzuwarten bleibt, ob sich die positive Tendenz der letzten fünf Monate in diesem Maße fortsetzen kann, so ist doch schon jetzt eine Rückkehr auf den alten Erfolgspfad sichtbar. Die seit April erzielte Mehrrendite zum MSCI World beweist, dass der auf die erfolgversprechendsten Titel aus dem Quality Growth-Segment fokussierte Bottom-up-Ansatz von Hiscock aufgeht. Schon jetzt ist damit klar, dass der FondsManagerwechsel beim Montrusco Bolton-Fonds für frischen Wind gesorgt hat. Mutige Investoren bauen direkt neue Positionen auf, vorsichtigere Anleger warten noch ab, ob sich der neue Aufwärtstrend fortsetzt.

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