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Vieles ändert sich gerade in Deutschland, sowohlpolitisch wie auch wirtschaftlich. In einer Zeit, in der Gewissheiten undEtabliertes immer mehr in Frage und auf den Prüfstand gestellt werden, gibt esimmer weniger Dinge, auf die Verlass ist, die schon immer so waren und die auchso bleiben werden. Sogar die Hörzu sieht man nur noch selten, hat nämlich keineSpotify-Charts drin, sondern nur Kreuzworträtsel mit Mecki dem Igel, wie oldschool.
Nun bröckelt auch der gefühlt letzte Fels in derBrandung, der Leuchtturm für Verbraucher, das Aktenzeichen XY beimZeitschriftenhändler. Stiftung Warentest wurde verklagt und der Kläger hat Rechtbekommen. Es ging um einen Rauchmeldertest, der Versuchsaufbau war laut Gerichtmangelhaft, nicht der monierte Rauchmelder. Schadensersatz von mehreren Mio.
Aber ist das ein Einzelfall oder greift dasKPMG-Prinzip um sich: Keiner Prüft Mehr Genau?
Wir alten Hasen mit lichtem grauem Fell erinnern unsan die Finanzkrise, damals, als es noch keine Smartphones gab. Ratings konnteman kaufen und weil noch nichts passiert war und es sich niemand vorstellenkonnte, wurden riskante Wertpapiere mit hoher Bonität versehen und als sicher,teils mündelsicher, für Anleger eingestuft. Ergebnis bekannt, kann man aberauch googeln.
Und auch heute begegnen wir immer häufigerZinsprodukten und Rentenfonds, die man charmant als chancenorientiertbezeichnen kann. Als Korinthenstoffwechsler, die wir sind, verbinden wir Chanceerfahrungsgemäß aber mit Schwankung und Risiko. Der defensive Baustein imPortfolio soll aber genau damit so wenig wie möglich am Hut haben.
Denn auch wenn die Zinsen wieder überschaubar gewordensind, lohnt es sich in unseren Augen eben nicht, für 1 Prozent oder vielleichtnur 0,5 Prozent mehr wieder in die ganzen Drei- und Vierbuchstabenkürzel zuinvestieren, die genau darum abgekürzt werden, damit Anleger nicht verstehen,in was sie investieren: ABS, MBS, CDS, CFD, COCO.
Ein kurzes Beispiel, um unseren Punkt zu untermauern.Ein deutsches Finanzinstitut hatte damals einen Geldmarktfonds, der brachte soum die 2-3 Prozent, und einen Geldmarktfonds Plus, der brachte ein halbesProzent mehr. Dank Lehman Brothers verlor der Dreibuchstabenanteil aber so anWert, dass der Fonds um 10 Prozent nachgab – Geldmarktfonds Minus. Gelohnthätte sich das nach 20 Jahren.
So lautet unser Appell an Sie als Anleger:Hinterfragen Sie die wieder häufiger auftretenden Plus-Fonds, Enhanced-ETFs,Smart-Produkte und Opportunity-Konzepte im Zinsbereich. Denn vieleProduktentwickler, Vertriebler und Berater waren 2007 eben noch nichtEntwickler etc. und können sich nicht daran erinnern.
Weil wir das aber können, finden Sie in unseremgewohnten Chart mit den spannendsten Fondsideen aus der Strategie SJB Surplus nebenGoldminen, Tech und Weltaktien auch unsere Parkposition, einen langweiligen ETFauf den ESTR-Zinssatz der EZB. Weil Parken langweilig sein muss.

Unsere Handelsberater erklären Ihnen gerne, was man aus dieser Situation macht.
Rufen Sie uns an.

Sebastian Zimmermann

Tom Kandels