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Mehr als die Hälfte aller Finanzmeldungen drehen sich aktuell um das Edelmetall. Exakt 61,8 Prozent, um genau zu sein. Woher wir das wissen? Wegen des goldenen Schnitts, der sieht nämlich immer gut aus. Und exakte Zahlen machen eben was her, bauen Vertrauen auf.
Und genau dieses Vertrauen genießt auch Gold. Seit Tausenden von Jahren. Die Menschheit hat sogar goldene Schallplatten ins All geballert, mit Nachrichten für die Aliens drauf. Waren aber nicht die vom Dieter, wir wollen ja keinen intergalaktischen Zwischenfall provozieren.
Aber wieso steigen die Preise überhaupt, und warum gerade jetzt so stark? Bei der Beantwortung dieser Frage muss man klar zwischen dem längerfristigen Trend auf der einen, und kurzfristigen Auslösern auf der anderen Seite unterscheiden.
Langfristig ist Gold per Konsens ein idealer Wertspeicher, schützt also vor Inflation. Weil es nicht beliebig gedruckt und vermehrt werden kann, es aufwendig zu fördern ist und sowieso schon deutlich über die Hälfte des verfügbaren Goldes ausgebuddelt wurde. Schätzt man. Steigt nun also die Inflation stark an, wie aktuell in den USA, aber auch in vielen anderen Ländern wie der Türkei oder Indien, decken sich Privatanleger mit Gold ein. Zum Schutz vor Geldentwertung.
Auch Notenbanken haben das Metall wieder für sich entdeckt, denn die vertrauen so langsam dem US-Dollar nicht mehr. Die gescheiterten Sparmaßnahmen durch DOGE, der komplette Shutdown der Regierung im letzten Jahr und die steigenden Rekordausgaben der Amerikaner tun ihr Übriges dazu, dass sich andere Staaten vom Dollar abwenden und ihre Reserven lieber vergolden. In den letzten Jahren waren das vor allem Russland, China aber auch viele weitere nicht-westliche Staaten.
Durch den Streit um Grönland ist aber nicht nur das politische Vertrauen erschüttert, auch die Bereitschaft des Westens, den Ami-Bierdeckel immer wieder zu übernehmen, ist dahin. Zuletzt erklärte Dänemark, alle US-Schuldscheine verkaufen zu wollen. Ist nicht viel, aber das Signal reichte aus, um kurzfristig die US-Anleihen ordentlich unter Druck zu setzen. Wenn dann noch Japan Probleme mit der Finanzierung seines Schulden-Fuji bekommt, fällt halt mehr als ein Sack Reis um. Was bleibt also als sicherer Hafen. Bingo!
Und kaum hat der Goldpreis den Rekordwert von 5.000 USD geknackt und taucht in allen Medien auf, greift das Goldfieber auch bei den restlichen Anlegern um sich. Edelmetallhändler berichten von langen Schlangen vor ihren Geschäften. Die gabs zwar auch vor der Sparkasse in Gelsenkirchen, aber da ist das Edelmetall schon alle. Zumindest in den Schließfächern.
Auch Fonds und ETFs haben im letzten Jahr über 100 Prozent Gewinn erzielt und tauchen nun in den Ranglisten ganz oben auf. Also schnell noch rein, denn wir wissen ja, dass sich sowas immer garantiert wiederholt. Goldig!
Der Vorteil von Goldinvestments im Depot: Die Panzerknacker kommen nicht so leicht ran. Ob physisch hinterlegte Fonds oder lieber Minenaktien-ETFs ist dabei persönliche Präferenz. Minen schwanken stärker und bringen dafür auch mehr Rendite.
Beim Blick auf den Chart mit den spannendsten Fonds aus der Strategie SJB Surplus fällt auf, dass wir diesmal sogar die Performance neben den Gold-ETFs geschrieben haben. Nach einer Performance von über 100 Prozent im letzten Jahr und um die 20 Prozent im ersten Monat 2026 haben wir letzte Woche einen Teil verkauft und auch in der Strategie SJB Substanz diese Woche Gewinne mitgenommen. Alles andere wäre bei so einem Chartverlauf unvernünftig.

Unsere Handelsberater erklären Ihnen gerne, was man aus dieser Situation macht.
Rufen Sie uns an.

Sebastian Zimmermann

Tom Kandels